Da muss man sich erstmal hinsetzen…

Unbenannt2Sensationelle 16,52% der Wählerinnen und Wähler haben uns bei der diesjährigen Uni-Wahl ihre Stimme gegeben. Damit haben wir unser Wahlergebnis aus 2014 um fast 5% verbessert und die höchsten Zugewinne aller Listen erzielt. Wir sind nun (zumindest prozentual) die drittstärkste Kraft und mit 3 Sitzen im StuRa vertreten. Dieses Ergebnis macht uns zweifellos stolz, zeigt aber auch wie sehr sich die Studierenden wünschen, dass die von uns angesprochenen Themen wie die Wahl von Ansprechpartnern oder transparente Finanzen endlich auch im StuRa gehört werden.

Gleichzeitig bleibt die Mehrheit aus Fachschaftenvollversammlung (FSVV), Grünen und UnbenanntLinken auch nach dieser Wahl bestehen. Trotz enormer Verluste insbesondere bei der FSVV (-4,66%), aber auch bei den Grünen (-0,52%) konnten diese 3 Listen sogar einen Sitz dazu gewinnen. Das lag zum einen daran, dass FSVV und GHG dank der nicht angetretenen Jusos die Senatswahl für sich entscheiden konnten. Dadurch verlieren die Jusos 2 ihrer bisher 4 Sitze. Zum anderen verpasste „Die Liste“ den Einzug in den StuRa knapp und ermöglichte den Grünen trotz Stimmenverluste einen zusätzlichen Sitz.

Verlierer dieser Wahl sind aber dennoch eigentlich alle Listen. Auch wenn die Wahlbeteiligung geringfügig gestiegen ist: Dass nur 10% der Studierenden wählen gehen, ist und bleibt eine schallende Ohrfeige für alle politischen Akteure. Wir alle müssen endlich konsequent damit anfangen Studierenden zu erklären, warum es uns überhaupt braucht. Als LHG sind wir der Auffassung, dass man dazu zunächst einmal alle Strukturen und Vorgehensweisen hinterfragen muss. Ein „weiter so“ darf es jedenfalls nicht einfach geben. Positiv zu bewerten ist an dieser Stelle jedoch die studentische Presse. Sowohl Neckarstudent als auch Kupferblau haben in diesem Jahr umfassend, neutral und tiefgehend berichtet. Das war vorbildlich und sollte möglichst auch außerhalb der Uni-Wahlen fortgesetzt werden!

Unbenannt1Auch im kommenden Jahr finden wir uns als LHG also in der StuRa-Opposition wieder. Auch wenn das unsere Gestaltungsoptionen nicht unbedingt erhöht, gehen wir mit Vorfreude in das neue Amtsjahr. Nicht erst im Wahlkampf konnten wir viele Kontakte zu vielen Hochschulgruppen, Fachschaften und auch einzelnen Studierenden knüpfen. Darauf wollen wir nun aufbauen um unsere Ziele mit Euch gemeinsam zu erreichen. Wir sind davon überzeugt: Nur gemeinsam mit Euch sind wir als Studierendenvertretung in der Lage wirklich etwas zu bewegen