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2009-06-17_bildungsstreik_berlin-18.jpgDas war ja ein ereignisreicher Start ins neue hochschulpolitische Jahr wie schon seit langem nicht mehr. Während man sich üblicherweise im Januar wünscht, das Wintersemester wäre schon vor Weihnachten zu Ende gegangen, scheinen Schneefall und Kälte die Geister in diesem Jahr besonders zu stimulieren.

Beim Bildungsstreik zum Beispiel ist man die Untätigkeit satt: Das ewige Streiken wird ja mit der Zeit auch langweilig. Vor allem, wenn sich nicht einmal mehr die RNZ dafür interessiert, in welchem Hörsaal die Kommilitonen diesmal übernachtet haben. Was ihnen stattdessen in den Sinn kam, hätte man jedoch wohl besser nochmal im Plenum diskutieren sollen. Mit einigem Glück wäre es dann dort genauso versandet wie viele andere Ideen im letzten Jahr.

Während den Bewohnern des Comeniushauses die neuen Freizeiträume übergeben wurden, entschlossen sich nämlich einzelne Aktivistinnen oder Aktivisten (über das hier zutreffende Genus ist leider nichts bekannt), ihrer neu gewonnenen Freiheit Ausdruck zu verleihen und verschiedene Wände mit Sprühdosen ihren Wünschen gemäß umzugestalten. Insgesamt ähnelten die Räumlichkeiten nach der Party wohl dem Hotelzimmer einer Rockband nach durchzechter Nacht.

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800px-goettingen_marktplatz_oct06.jpgBei der Bundesmitgliederversammlung vom 22. bis 24. Januar in Göttingen berreicherten wir die Tagung mit einem eigenen Kandidaten für den Bundesvorsitz - Sven Krause, der über mehrere Jahre mit großem Engagement Vorsitzender der LHG Heidelberg war und derzeit Jura studiert. In seiner Rede  warb er für eine Stärkung der Einzelgruppen und sprach sich gegen eine Politik aus der Schublade aus. Obwohl Sven mit einem durchaus beachtlichen Ergebnis von gut einem Drittel der Stimmen einen Erfolg erzielte, unterlag er doch dem amtierenden Bundesvorsitzenden Johannes Knewitz. Daneben konnten wir den Antrag “Größere Wahlfreiheit beim Praktischen Jahr im Medizinstudium” ohne Gegenstimmen durchsetzen, indem wir uns für eine deutschlandweite Durchführbarkeit des PJ’s durch Änderung der ÄAppO §3 (2) einsetzen. Den Antrag findet ihr hier. Außerdem konnten wir uns es natürlich nicht nehmen lassen, Göttingen und das Gänseliesel per pedes zu besichtigen.  

urz_i.jpgZum neuen Jahr wurden die Öffnungszeiten des Druckraums des Universitätsrechenzentrums (URZ) im Neuenheimer Feld drastisch verkürzt. So kann Montag bis Donnerstag nur noch bis 17 Uhr statt wie bisher 21 Uhr gedruckt werden. Freitags wird der Raum sogar schon um 16.30 Uhr geschlossen. Es bleibt unklar, warum wir Studierenden gerade in Zeiten von Studiengebühren und so kurz nach der kontroversen Diskussion über Studienbedingungen im Rahmen des Bildungsstreiks erneut mit einem solchen Serviceeinschnitt konfrontiert werden. Auf der offiziellen Seite (http://www.urz.uni-heidelberg.de/orginfo/zeiten.html) heißt es lediglich, dass die Kürzung der Öffnungszeiten „aus organisatorischen Gründen“ beschlossen worden sei.

Wir werden umgehend bei den Verantwortlichen nachhaken, was diese schwammige Formulierung denn genau bedeuten soll und wie sie die Kürzung im Rahmen steigender Verwaltungskosten rechtfertigen. In diesem Kontext werden wir uns natürlich auch für eine baldige Wiedereinführung der alten Öffnungszeiten einsetzen.

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Nach einem spannenden Jahresrückblick wurde auf der Mitgliederversammlung der LHG Heidelberg ein neuer Vorstand gewählt. Dabei übernahm Daniel Broschmann den Vorsitz von Sven Krause. „Ich freue mich sehr über die Wahl, da ich momentan großes Potential für die LHG sehe, Probleme der Studenten zu lösen und Missstände anzuprangern”, so Broschmann. Stellvertretende Vorsitzende wird weiterhin Dorotheea Cazan und Schatzmeister Ingo Brecht bleiben. Als neues Gesicht im Vorstand wurde Sebastian Schmidt zum Pressesprecher gewählt, der mit einiger journalistischer Erfahrung aufwarten kann. Noch diese Woche werden erste Gespräche für die Planung des kommenden Jahres stattfinden, in denen es sowohl um die inhaltliche Ausrichtung als auch um neue spannende Projekte gehen wird. Es gibt eine Menge innovativer Ideen, die kritisch diskutiert werden und für deren Umsetzung die LHG-Heidelberg jetzt schon die ersten Grundsteine legen möchte. Wer sich mit engagieren und seine Ideen einbringen möchte, ist herzlich zum 1. Treffen der LHG Heidelberg im neuen Jahr am 12.01 eingeladen. Allen Kommilitonen bis dahin ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

hahnenkamm2.jpgEin Kurort in der Schweiz inmitten von schneebedeckten Bergen – wo könnte man schöner den 2. Advent verbringen als in Engelberg? An diesem optimalen Tagungsort im Hotel „Europäischer Hof“ fand darum vom 4.-6. Dezember das diesjährige Winterseminar des LHG-Landesverbandes Baden-Württemberg statt. Und auch Vertreter der Schweizer Jungfreisinnigen und der Österreicher Liberalen waren gekommen, um mit der LHG BW über das Thema „Hochschulsysteme im internationalen Vergleich“ zu sprechen. Neben einer angeregten Diskussion über das „optimale“ Bildungssystem, waren die Teilnehmer der LHG Heidelberg vor allem von der idyllischen Schweizer Winterlandschaft begeistert.  Um das Wochenende abzurunden, gehörte für die Heidelberger aber auch eine Bergtour mit Skilift zum Programm. Vielen Dank an den Landesverband für ein wirklich tolles Seminar!     

LHG-BW: Veranstaltung mit Prof. Jörg Menno Harms Am 20. Januar 2010 fand an der Uni Hohenheim die Veranstaltung „Unternehmerisches Handeln und globale Märkte –
Erfahrungen mit dem Verändern“
statt. Es sprach ein bestens aufgelegter Prof. Jörg Menno Harms, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hewlett-Packard Deutschland GmbH. Eingeladen hatten Landesverband Liberaler Hochschulgruppen Baden-Württemberg in Kooperation mit Liberaler Hochschulgruppe Hohenheim und Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Alexander Schopf, der Landesvorsitzende der LHG, konnte zahlreiche Gäste im bis auf den letzten Platz besetzten Hörsaal begrüßen, darunter Dr. Michael Daemgen, den Präses des Verbands Liberaler Akademiker (VLA), dem Alumni-Verband der Liberalen Hochschulgruppen.

Prof. Harms rief in seinem mitreißenden Vortrag dazu auf, eine innovationsfreudige Kultur in Deutschland wieder zu entdecken. Am Beispiel der Hewlett-Packard GmbH, welcher Harms elf Jahre lang vorstand und seit 2002 Aufsichtsratsvorsitzender derselben ist, zeigte er auf, wie ein global agierendes Unternehmen sich ständig neu erfinden und dynamisch bleiben muss, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Dieses positive Beispiel gilt es auch, auf die Gesellschaft zu übertragen, so Harms. Veränderungen können mit unangenehmen Einschnitten verbunden sein, dennoch sollten diese Einschnitte nicht daran hindern, Veränderungen voranzutreiben. [...]

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