MOOCs – Massive Open Online Courses: Chancen und Herausforderungen für die Hochschullehre

29.04.2014
19:00bis21:00

Dienstag, 29. April 2014
19.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Psychologisches Institut, Hörsaal II
Hauptstraße 47-51
69117 Heidelberg

—> Hier geht´s zum Download der Einladung der Reinhold-Maier-Stiftung. Und der LHG Heidelberg. Zur Veranstaltung auf Facebook.

Von den Studierenden weitgehend unbemerkt, war der mögliche Einsatz von Massive Open Online Courses (MOOCs) für einige Universitäten und Hochschulen in den letzten Monaten ein intensiv diskutiertes Szenario. Die offenen Online-Kurse, die häufig durch Akteure von bekannten Universitäten angeboten werden, erreichen tausende, in Einzelfällen mehr als hunderttausend Teilnehmende. Während mancherorts bereits die digitale Bildungsrevolution ausgerufen wurde, wird die Debatte vor allem in Deutschland durchaus kontrovers geführt. Was genau sind eigentlich MOOCs, und welche Potentiale und Herausforderungen ergeben sich in diesem Zusammenhang für Studierende, aber auch Lehrende und Hochschulen?

Die Veranstaltung gibt einen Überblick zu bisherigen Entwicklungen, zeigt Erfahrungen aus der Perspektive von Veranstaltern und bietet Gelegenheit zum Meinungsaustausch. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Reinhold-Maier-Stiftung durchgeführt und u.a. aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert. Der Eintritt ist kostenfrei.

Begrüßung
Michael Spektor, Liberale Hochschulgruppe Heidelberg

Vortrag

MOOCs – Massive Open Online Courses:
Chancen und Herausforderungen für die Hochschullehre
Dipl.-Des. Markus Schmidt,
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen,

Diskussion

anschließend kleiner Empfang

Stellungnahme zum Semesterticket

Der aktuelle Vertrag mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) zum Semesterticket endet nach dem Sommersemester 2014, sodass die vom StuRa gewählten Verkehrsreferenten  und die Mitglieder der AG Semesterticket sowie Vertreter des StuPa der PH Heidelberg mit dem VRN in Kontakt sind, um möglichst gute Vertragsbedingungen für die nächste Vertragslaufzeit auszuhandeln.

Das VRN-Semesterticket finanziert sich über das s. g. Zweikomponentenmodell: Alle Studierenden zahlen zusammen mit den Semestergebühren einen Sockelbetrag. Die einzige Leistung des Sockelbetrags ist, dass der VRN auch tatsächlich ein optionales Semesterticket anbietet. So kann sich jeder jedes Semester neu entscheiden, ob er/sie das Semesterticket kaufen will, oder nicht.
Darüberhinaus zahlt jeder Studierende nicht nur den Sockelbetrag, sondern auch noch einen Betrag für die s. g. Abend- & Wochenendregelung, damit alle Studis, die kein optionales Ticket erwerben, mit ihrem Studiausweis montags bis freitags ab 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ganztägig umsonst in der Großwabe Heidelberg mit dem ÖPNV fahren können.

Preis des optionalen Tickets im SS14: 145 €
Preis der Abend- & Wochenendregleung (seit 2004 unverändert): 5 €
Sockelbetrag (seit WS10/11): 17,50 €

Bereits im September 2013 hatte der VRN ein Vertragsangebot vorgelegt (siehe unten), das eine Erhöhung des Sockelbetrags um 3,30 € vorsieht und eine Preiserhöhung des optionalen Tickets zu jedem Wintersemester um bis zu 8 € erlaubt. Damit könnte der optionale Ticketpreis zum WS18/19 bei 185 € liegen.
Jetzt sind die Verhandlungen abgeschlossen und wir wollen Euch vorstellen, was die 4 Konsolidierungsgespräche mit dem VRN, 3 Radiointerviews mit Radio Regenbogen und 15Pressemitteilungen des Verkehrsreferats bewirken konnten…

Was wurde erreicht?
Der bisherige Vertrag und das vom VRN vorgeschlagene Vertragsangebot für die nächsten 5 Jahre haben eine Preiserhöhung des optionalen Tickets zu jedem Wintersemester um bis zu 8 € erlaubt. Damit könnte der optionale Ticketpreis zum WS18/19 bei 185 € liegen.
Die letzten Jahre wurden diese Preisobergrenzen nicht ausgeschöpft und der Ticketpreis stieg in den letzten 3 Jahren im Durchschnitt um 4 €. Dies war aber nicht immer so: Zum Beginn der letzten Vertragslaufzeit stieg das optionale Ticket zum WS 09/10 um 11 € an. Damit dies nicht mehr passieren kann, wurde statt eines Preiskorridors ein fixer Preisanstieg von 4,50 € zu jedem Wintersemester festgelegt. Der VRN verlangte einen fixen Preisanstieg von jährlich 5 € – das Verkehrsreferat schaltete daraufhin die Fraktionen des Gemeinderats der Stadt Heidelberg sowie OB Würzner ein. Auch unter deren Druck konnte der VRN nicht zu einem fixen Preisanstieg von maximal 4,50 € bewegt werden. Daher erklärten sich die Fraktionen bereit, die Differenz für die Heidelberg Studenten zu übernehmen. Voraussetzung hierfür ist der Kauf des Tickets über den RNV Onlineshop.
Beim letzten Termin zwischen VRN und Studierenden kam der VRN plötzlich mit der Forderung auf eine Erhöhung des Preises der Abend- und Wochenendregelung von 5 € auf 5,80 €. Davon konnte der VRN aber abgebracht werden, sodass alle Preissteigerungen, die im neuen Vertragsangebot aufgeführt sind, über die nächste Vertragslaufzeit von 5 Jahren einem mittleren jährlichen Preisanstieg von 2,9 % entsprechen. Dies entspricht der realen Kostensteigerungsrate, der der VRN entgegen sieht und ist daher für beide Seiten vertretbar.
Darüberhinaus konnte der VRN überzeugt werden, ein Angebot für eine verbundweite Abend- und Wochenendregelung zu machen: Für 14,52 € mehr sollen Studenten die Regelung verbundweit nutzen können.

Was wurde nicht erreicht?
Der Sockelbetrag wird einmalig zum WS14/15 um 3,30 € ansteigen. Zusammen mit der Preiserhöhung des optionalen Tickets sieht jeder Student damit einem unangenehmen großen Preisanstieg zum WS14/15 entgegen. Doch nicht vergessen: Alle Preiserhöhungen zusammen über die nächste Vertragslaufzeit ergeben zusammen 2,9 % Preisanstieg und das ist nicht mehr als die reale Kostensteigerungsrate, die der VRN tatsächlich stemmen muss (2 Hauptkomponenten: Personalkosten und Strom).
Der VRN hat auch diesmal keine Kalkulationen und Aufschlüsselungen der Preissteigerungsrate vorgelegt. Wir mussten die Zahlen aus anderen Sektoren zusammensuchen, um sie bestätigen zu können.
Darüberhinaus ist die verbundweite Abend- und Wochenendregelung für zusätzliche 14,52 € unserer Meinung nach viel zu teuer, doch der VRN ließ nicht mit sich verhandeln. Daher distanzieren wir als LHG uns ganz deutlich von  diesem schlechten Angebot. Man muss dazu auch wissen, dass der VRN den Wert der aktuellen Abend- und Wochenendregelung, für die wir 5 € bezahlen, auf 13,84 € kalkuliert und sie nur aufgrund von Bestandsschutz weiter für uns so anbietet.

Was jetzt?
Es wird von 06.-08. Mai für die Studierenden der Uni eine Urabstimmung zum Semesterticket geben. Diese wird aus 2 Fragen bestehen: Soll das Vertragsangebot, wie es jetzt vorliegt, angenommen werden? (Wenn nein, wird es zum WS14/15 kein Semesterticket geben!) Und anschließend werden die beiden Abend- und Wochenendregelungen (Großwaben-Variante für 5 € & verbundweite Variante für 19,52 €) zur Wahl gestellt.
Der StuPa der PH Heidelberg hat sich bereits für das aktuelle Vertragsangebot entschieden und wird daher ‘nur’ eine offizielle Umfrage zur Abend- und Wochenendregelung durchführen.

Befreit die Bildung!

Massive Open Online Courses (MOOCs) ermöglichen jedem überall und zu jeder Zeit Zugang zu universitärem Wissen. Indem sie Hochschulkurse im Web verfügbar machen, werden sie zu einem wahren Demokratisierungstool der Bildung. Wir von der LHG Heidelberg freuen uns über diesen Trend hin zu frei zugänglichen Vorlesungen und befürworten es, dass die Universität Heidelberg sich zukünftig auch an dieser Entwicklung beteiligen wird.

Zunächst 2011 mit einem Experiment von Professoren der Stanford University begonnen, wurden Anfang des Jahres 2012 die ersten (kommerziellen) MOOC-Lernplattformen Coursera und Udacity ins Leben gerufen. Kurze Zeit später startete die Nonprofit-Initiative edX, ein gemeinsames Projekt des MIT und der Harvard University.

Die Idee von MOOCs ist, dass Dozenten ihre Vorlesungen filmen und zusammen mit weiterem Material online stellen. Zusätzlich gibt es ein Forum, in dem man sich mit Kommilitonen und Dozenten zu den behandelten Themen austauschen kann. Am Ende eines Kurses gibt es schließlich noch die Möglichkeit, an einer Abschlussprüfung teilzunehmen.

Bei Udacity ist das Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme mit Quantifizierung der Leistung aktuell umsonst; nur eine beaufsichtige Präsenz-Abschlussprüfungen kostet Geld. Zukünftig soll als preiswertere Alternative zu dieser die ‘secured online examination’ eingeführt werden.

Bei edX werden die noch kostenlosen Teilnahme-Zertifikate von der Hochschule ausgegeben, die den MOOC erstellt hat. Es gibt bereits Pläne auch die normalen Teilnahme-Zertifikate zukünftig kostenpflichtig zu machen. Damit wären wir bei der ersten von sechs Fragen, die wir im Zusammenhang mit MOOCs zu beantworten haben. Wir starten mit dem lieben Geld…

Finanzierung
Sollen MOOCs traditionelle Hochschulen zukünftig ersetzen oder zumindest ergänzen, müssen rentable Geschäftsmodelle entwickelt werden, ohne, dass MOOCs ihren Anreiz verlieren (‘große Erreichbarkeit, da nonprofit’). Bisher wird viel über Sponsoren (in den USA v. a. Bill & Melinda Gates Foundation) finanziert und altruistische Hochschullehrer, die bereits gut bezahlte Dozenten prestigeträchtiger Unis sind, tuen den Rest.
Die Ideen, wie das Ganze Geld bringen soll, sind vielfältig (kostenpflichtige Zertifikate & Tutorien, Werbung, Verkauf von Lehrbüchern, radiohead payment (‘pay what you want’)).

Qualitätssicherung &  Anrechenbarkeit
Die sich anschließende Frage nach der Qualitätssicherung ist gleichzeitig eine Frage nach der Anrechenbarkeit von MOOCs: Stephen Downes, einer der Urväter der MOOCs, hat dazu eine ganz klare Meinung: MOOCs sind nicht dazu da, um Abschlüsse zu erlangen oder Credits zu sammeln! Warum muss jedes Lern-Lehr-Szenario der Idee der Etikettierung unterworfen werden? Vielleicht sind Studenten ja sogar die ganz falsche Zielgruppe für MOOCs!
Trotzdem hat das ACE (American Council of Education: Ein Service, der seit 1970 uni-externe Kurse zertifiziert, damit sie an Unis angerechnet werden können) MOOCs in sein Repertoire aufgenommen. Damit stellt sich nun doch die Frage nach Notengebung, Identitätskontrollen und Sicherstellung von Eigenleistung (Remote-Desktop-Kontrollen versus Präsenz-Sammelprüfungen).

Personalisierte Lehre
Doch wie können MOOCs Herausforderungen wie Studenten mit Lernbehinderung begegnen? Sprechen MOOCs nur intrinsisch hochmotivierte und medienkomponente Menschen mit großem autodidaktischen Potential an?
Keine Frage – MOOCs widersprechen dem traditionellen Prinzip unserer Universitäten, deren Name (universitas, lat. ‘Gemeinschaft der Lernenden und Lehrenden’) schon eine ganz andere Ausrichtung anzeigt.

Campus Experience
Peter Scott, Direktor der größten Online-Universität des UK, glaubt, dass Online-Learning-Anbieter in physikalischen Raum investieren sollten, der den virtuellen Raum ergänzt und ‘college feeling’ erlaubt. Werden Online-Learning-Anbieter zukünftig Raum für Studenten schaffen, in dem diese temporär leben, lernen und studieren und damit nicht nur virtuell in Wettbewerb mit Hochschulen treten!?

Kooperation oder Wettbewerb mit Hochschulen
Warum muss diese Frage überhaupt gestellt werden? Lassen sich denn nicht auch MOOCs denken, die in ganz anderen Kontexten stattfinden? Dann liegt die Zukunft von MOOCs vielleicht auch in den Händen ganz anderer Veranstaltergruppen jenseits der Hochschulen – ohne mit diesen in Konkurrenz zu stehen (z. B. innerbetriebliche Ausbildung). Es dreht sich nicht alles, was mit lernen zu tun hat, um die Hochschulen! Trotzdem halten wir als LHG einen Ersatz traditioneller Hochschulen für ausgeschlossen: Wenn MOOCs schon etwas ersetzen, dann sind sie eher als hochmedialer Ersatz von Lehrbüchern zu werten!

An deutschen Hochschulen
Deutsche Hochulen versprechen sich von ihrer Kooperation mit amerikanischen MOOC-Plattformen ‘international noch sichtbarer zu werden’.
Die LMU hat bereits 4 Kurse bei Coursera veröffentlicht und wird ihr Angebot noch erweitern. Die Produktion dieser 4 Kurse hat ohne Personalkosten 60.000 € gekostet.
Auch die TUM hat bereits 5 MOOCs in Planung, für die sie 250.000 € investiert.

Die Herausforderung besteht nun darin, diese neue Art der akademischen Bildung mit der bestehenden zu verbinden, denn beide können sich perfekt ergänzen.
MOOCs bieten auch nicht nur Studenten viele Vorteile, sondern jedem, der sich akademisch weiterbilden möchte. Ein Beispiel dafür, was MOOCs für Menschen in Entwicklungsländern bedeuten können, ist die Pakistanerin Khadijah Niazi, die bereits mit 10 Jahren erfolgreich an Udacity’s ‘Artificial Intelligence’ – Kurs teilnahm. Ein Jahr später absolvierte sie erfolgreich Udacity’s Physik Kurs, womit sie das jüngste Mädchen ist, das diesen jemals – virtuell und physisch -  erfolgreich vollendet hat. Dafür benötigte sie nur einen einfach Internetzugang, keine Universität und kein Geld.

Wir von der LHG Heidelberg sind von der Zukunftsfähigkeit und Wichtigkeit der MOOCs überzeugt. Daher haben wir Herrn Markus Schmidt vom Leibniz-Institut für Wissensmedien zu einem Vortrag mit Diskussion am 29. April eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Hörsaal 2 des Psychologischen Instituts (Hauptstraße 47, Heidelberg). Alle Interessierten sind herzlichen eingeladen – der Eintritt ist kostenfrei.
Wir freuen uns darauf, uns mit Euch im Anschluss an den Vortrag bei einem kleinen Empfang auszutauschen und weiter zu diskutieren!

Umfrage zum Semesterticket gestartet!

Cover_Semesterticket

Mit dem Sommersemster 2014 läuft der aktuelle Vertrag mit dem VRN über das Semesterticket aus.
Daher sind wir, die LHG, im Rahmen der AG Semesterticket der FSK Heidelberg, bestehend aus Studierenden verschiedener Fachschaften und Hochschulgruppen, und das Studentenwerk Heidelberg wieder in Verhandlungen mit dem VRN getreten.
Um diese Verhandlungen in Eurem Sinne führen zu können, sind wir auf Eure Meinungen und Informationen angewiesen!

Das Semesterticket betrifft alle Studierenden unabhängig davon, ob sie das Ticket kaufen oder nicht, denn jeder Studierende zahlt unabhängig vom Erwerb des Semestertickets den sogenannten Sockelbetrag, der jedes Semester von jedem Studierenden durch das Studentenwerk bei der Rückmeldung automatisch eingezogen wird.

Daher bitten wir alle Studierenden an der Umfrage teilzunehmen!
Die Teilnahme wird bis einschließlich Sonntag, den 22. Dezember, möglich sein und dauert ungefähr 5 Minuten. In der Umfrage findet Ihr auch einen Erklärungstext, der noch einmal alle wichtigen Informationen zum Semesterticket bereithält. Es werden Akzeptanz, Nutzer- und Kaufverhalten des aktuellen VRN-Semestertickets abgefragt, sowie ein Stimmungsbild zum landesweiten Semesterticket erhoben.

Wenn Ihr noch Fragen oder keine Einladungs-Mail für die Umfrage erhalten habt, schickt eine Mail an semesterticket@fsk.uni-heidelberg.de .

Hintergrund-Informationen zum Semesterticket findet ihr hier .

LHG & RCDS erhalten einen Sitz bei der StuRa-Wahl

In der StuRa-Wahl vom 18.11. – 20.11. haben LHG & RCDS leider nur einen Sitz für den StuRa erreichen können. Somit wird uns Nicholas Schildhauer im kommenden Jahr im StuRa vertreten und alles dafür geben unseren Zielen Gehör zu verschaffen.
Da im StuRa-Modell die Wahlbeteiligung für die Anzahl der zu vergebenen Sitze entscheidend ist und diese nur bei 13,54% lag, bilden die Fachschaften mit 52 von 70 Mitgliedern den Großteil des StuRas. Hierbei ist noch zu erwähnen, dass nicht alle für die Fachschaften verfügbaren Sitze auch nachgefragt wurden, ihnen also mehr als 52 Sitze zugestanden hätten.

Die 18 Sitze, welche über die Liste vergeben wurden, verteilen sich wie folgt:
GHG – 4 (21,2%)
Liste Medizin – 3 (17,4%)
Jusos – 3 (13,3%)
Liste Jura – 2 (11,8%)
RCDS & LHG – 1 (7,3%)
Die Linke.sds – 1 (7,0%)
Piraten – 1 (6,7%)
DIE LISTE – 1 (5,4%)
Universal-Liste – 1 (5,2%)
Pogos – 1 (2,5%)
Vasuh – 0 (2,2%)

Die detaillierten Wahlergebnisse gibt es hier.

Wahlen zum Ur-StuRa vom 18.-20. November 2013

18.11.2013
11:00bis16:00
19.11.2013
11:00bis16:00
20.11.2013
11:00bis16:00

In der nächsten Woche wählen die Studenten der Ruperto Carola erstmals den Studierendenrat (StuRa), das zentrale Organ der wieder eingeführten Verfassten Studierendenschaft. Bei den uniweiten Listen hat die LHG Heidelberg wie bereits bei der Senatswahl im Sommer einen gemeinsamen Wahlvorschlag (Liste 6) mit dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Heidelberg eingereicht.

Für die LHG kandidieren auf Listenplatz 2 Michael Spektor (Psychologie), 4. Ana Lucia Meza Chincha (Chemie), 7. Andreas Hofmann (Physik), 10. Lenard Berwanger (Jura) und 13. Katerina Deike (Medizin). Zu unserem Programm.

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Gewählt werden kann vom 18. bis 20. November jeweils von 11 bis 16 Uhr in folgenden vier Wahlräumen:

  • Wahlraum 1 – Neue Universität, Erdgeschoss, Foyer

  • Wahlraum 2 – Zentralbereich Neuenheimer Feld, INF 306, Obergeschoss

  • Wahlraum 3 – Campus Bergheim, Bergheimer Str. 58, Erdgeschoss, Foyer

  • Wahlraum 4 – Medizinische Fakultät Mannheim, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, Haus 42, ZMF, Foyer

Stellungnahme zum “Deutschlandstipendium”

Die Liberale Hochschulgruppe Heidelberg befürwortet das Konzept des Deutschlandstipendiums und spricht sich für eine dauerhafte Implementierung und Expansion des Deutschlandstipendiums an der Ruprecht-Karls-Universität aus.

An der Universität Heidelberg werden die Stipendien, die zur Hälfte vom Staat und zur anderen Hälfte von privaten Förderen finanziert werden, einmal jährlich für ein Jahr vergeben, wobei eine Verlängerung bis zum Ablauf der Regelstudienzeit möglich ist.
Studienleistungen fließen zu 60 % in die Bewertung der Bewerber ein, mit 20 % werden ehrenamtliches Engagement, Auszeichnungen, freiwillige Praktika oder eine abgeschlossene Berufsausbildung gewichtet und die verbleibenden 20 % können durch persönliche und familiäre Umstände abgedeckt werden.

Wir begrüßen das Konzept Studierende leistungsabhängig und einkommensunabhängig mit 300 € im Monat zu fördern, denn exzellente Studienleistungen müssen sich unabhängig von allem anderen lohnen können!
Hier unsere Antworten auf die wesentlichen Kritikpunkte am Deutschlandstipendium…
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Meldungen des Landesverbands

Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg wünschen frohe Ostertage!

OstereierIch wünsche den Lesern unserer Seiten, unseren Mitgliedern und Förderern, im Namen des ganzen Landesvorstands der Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg, frohe Ostern!

Alexander Schopf
Landesvorsitzender

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Veranstaltungskalender der Liberalen Hochschulgruppen April/Mai 2014 – Die LHG lädt ein!

Ende April, Anfang Mai stehen drei Veranstaltungen der Liberalen Hochschulgruppen und des Landesverbands Liberaler Hochschulgruppen auf dem Programm, all diese in Kooperation mit der Reinhold-Maier-Stiftung.

Es ist uns auch für diese Veranstaltungen wieder gelungen, herausragende Referenten zu spannenden Themen zu finden, ob Jimmy Schulz, Prof. Dr. Volker Haug, Prof. Dr. Peter Henning, Dr. Christopher Gohl oder Dipl.-Des. Markus Schmidt. Der Eintritt ist natürlich frei. Wir laden herzlich zu den Veranstaltungen ein und bitten die Vertreter der Presse freundlich um Verbreitung der Termine in Ihren Medien!

—> Für alle weiteren Informationen zu den drei Veranstaltungen, bitte einfach auf die Veranstaltungsgrafiken oder auf folgende Verlinkungen klicken:

LHG-Veranstaltung in Heidelberg, Dienstag, 29. April 2014, 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr: “MOOCs – Massive Open Online Courses: Chancen und Herausforderungen für die Hochschullehre”

LHG-Veranstaltung in Stuttgart, Samstag, 3. Mai 2014, 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr: “Die Digitale Revolution: Chancen des Internets?”

LHG-Veranstaltung in Konstanz, Montag, 5. Mai 2014, 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr: “Mehr Schweiz – mehr Demokratie, mehr Freiheit? – Perspektiven auf den Liberalismus”

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Öffentliche Anhörung – Wissenschaftsministerium muss Gesetzentwurf zum Dritten Hochschulrechtsänderungsgesetz überarbeiten

Am 21. Februar 2014 fand die öffentliche Anhörung des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landtags von Baden-Württemberg zum Gesetzentwurf der Landesregierung zum Dritten Gesetz zur Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften (Drittes Hochschulrechtsänderungsgesetz – 3. HRÄG) statt. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer MdL war der öffentlichen Erinnerung der Liberalen Hochschulgruppen gefolgt und wohnte der Anhörung einige Zeit bei. Als Vertreter der Liberalen Hochschulgruppen sprach Sven Krause. Die Kommentierung des Gesetzentwurfs der Liberalen Hochschulgruppen als PDF steht hier zum Download bereit.

Sven Krause zum Gesetzentwurf:


“Sehr geehrte Frau Ministerin,

sehr geehrte Mitglieder des Landtages, meine Damen und Herren,

vielen Dank, dass Sie auch den Liberalen Hochschulgruppen Gelegenheit geben, zum Gesetzesentwurf Stellung zu nehmen, wenn auch fünf Minuten für das Gesamtwerk von 485 Seiten eher knapp bemessen sind.

Vorab möchte ich erwähnen, dass uns einige Punkte des Entwurfs durchaus gut gefallen. Die Wiederholung von Prüfungsleistungen innerhalb von sechs Monaten ist für Studenten extrem wichtig, um auch nach einer nicht bestandenen Prüfung nicht gleich die Regelstudienzeit zu überschreiten. Promotionsvereinbarungen sind für sichere Rahmenbedingungen einer Promotion sehr wünschenswert.

Auch die Diskussion über ein Promotionsrecht der Hochschulen für angewandte Wissenschaften könnte man durchaus führen, wenn sich anhand eines konkreteren Gesetzestextes erstmal prognostizieren ließe, welche Vorstellung der Gesetzgeber davon in der Praxis überhaupt hat.

Ich möchte allerdings vor allem auf drei Punkte eingehen, die uns liberalen Studenten nur mäßig gelungen erscheinen:

  • Der enorme Zuwachs an Gebühren
  • Die Begrenzung der Regelstudienzeit
  • Die Open Access Frage


Zur Gebührenfrage:

Wie Sie den Beiträgen der Kommilitoninnen und Kommilitonen bereits entnehmen konnten, sorgt das Thema unter Studenten für erhebliche Aufregung. Der Gesetzesentwurf sieht gerade im Bereich der Zugangsprüfungen großzügige Erhöhungen der Gebühren vor.

Sie müssen sich vergegenwärtigen, wofür hier mehr gezahlt werden soll: Nicht etwa für eine Verbesserung der bestehenden Angebote, sondern für ein Bestehen der bestehenden Angebote.  Mit anderen Worten: Ohne Mehrleistung.

Wenn man von der Einführung der sogenannten „Deltaprüfung“ absieht, werden in den einschlägigen Vorschriften ausschließlich die Beträge erhöht. Dazu kommen dann Mehrbelastungen aus der jüngeren Vergangenheit wie Beiträge zur verfassten Studentenschaft oder der ebenfalls schon großzügig erhöhte Verwaltungskostenbeitrag.

Ich fühle mich als Student hier wie bei einer Billigfluglinie: Nach außen wird mit erschwinglichen Preisen geworben, aber wenn man am Ende abrechnet, wird es ganz schön teuer. Und der für uns entscheidende Punkt ist: Im Gegensatz zu zweckgebundenen Mitteln für die Verbesserung der Lehre, wie zuletzt bei den Studienbeiträgen, wandern die Gelder hier ungehemmt in den Orcus. In die große Maschinerie von Gremien und Beauftragten oder in Wortklaubereien die Umbenennung der Studentenwerke.

Zu unserem zweiten Punkt:

Leider enthält der Gesetzesentwurf entgegen dem, was Ihr Koalitionsvertrag verspricht, wieder eine Begrenzung der maximalen Regelstudienzeit auf zehn Semester. Diese Einschränkung ist nach unserer Auffassung nicht erforderlich und in Einzelfällen sogar kontraproduktiv. Hier seien als Beispiel Architekturstudiengänge genannt, in denen per se nur ein achtsemestriger Bachelorstudiengang überhaupt berufsqualifizierend ist.

Um hier die zehn Semester-Grenze einzuhalten, dürfte ausschließlich ein zweisemestriger konsekutiver Masterstudiengang angefügt werden. Das kann nicht im Sinne der Lehre sein.

Was aber noch viel schwerer wiegt als die Lösung von solchen Einzelproblemen ist der Effekt, den eine Abschaffung der Vorschrift auf die Hochschullandschaft hätte: Es würde lediglich die Vielfalt von Studienangeboten gefördert. Die immer wieder hervorblitzende Angst von überhand nehmenden Marathon Studiengängen scheint uns eher unbegründet.

Letztlich möchte ich noch auf die Open Access Frage eingehen.

Der freie Zugang zu Forschungserkenntnissen ist durchaus ein erstrebenswertes Ziel. Wie so oft, versucht man aber mit einer pauschalen Regelung das Ergebnis zu erzwingen. Dabei bleiben die Nebenfolgen für die Verfasser wissenschaftlicher Arbeiten völlig unklar. Es ist insbesondere unabsehbar, wie sich eine entsprechende Verpflichtung zur Inanspruchnahme des Zweitveröffentlichungsrechts auf die Kosten einer Publikation auswirken wird. In jedem Fall wären Nachteile für den Forschungsstandort zu befürchten, wenn eine solche Verpflichtung an hiesigen Hochschulen drohte, während anderenorts ohne solche Belastung geforscht werden könnte.

Alles in Allem hätte die eine oder andere Änderung an den Hochschulgesetzen durchaus positiv ausfallen können, wenn man sie mit Cleverness angegangen wäre. Stattdessen wird einfach an zu vielen Stellschrauben in die falsche Richtung gedreht. Aber ich bin überzeugt, dass die Politik des Gehörtwerdens dazu führen wird, dass Sie unsere Kritik berücksichtigen werden.

Vielen Dank”

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