LHG mahnt Ausbreitung der Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung an

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) kritisiert scharf die sich verbreitende Praxis vieler Dozentinnen und Dozenten, für Klausuren eine Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung zu verlangen. Berlin, 11.01.2017. Die Prüfungsphase naht wieder an den deutschen Hochschulen – und damit auch ein Streitthema, welches sich schon seit einigen Jahren regelmäßig entspinnt. Immer mehr Dozentinnen und Dozenten fordern im Krankheitsfall in einer Prüfung von den Studierenden nicht nur ein Attest, sondern eine Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung. Neben dem Krankheitszeitraum umfasst diese auch Symptome der Erkrankten. Die Krux daran: Ärztinnen und Ärzte müssen sich dafür von den Studierenden von ihrer Schweigepflicht entbinden lassen. Johannes Dallheimer, Vorsitzender des LHG, hat dazu eine deutliche Meinung: „Diese sich verbreitende Regelung ist ein echtes Unding. Sie stellt Studierende unter Generalverdacht und dringt empfindlich in ihre Privatsphäre ein. Schluss damit!“ Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, frühere Bundesjustizministerin, pflichtet ihm bei: „Nicht alles, was rechtlich möglich ist, sollte auch praktiziert werden. Es ist datenschutzpolitisch äußerst bedenklich, sensible Krankheitsdaten von Studenten zu verlangen und zu speichern. Das ist weder geboten, noch verhältnismäßig. Es gibt keine überzeugenden Gründe, Prüfungsunfähigkeitsbescheinigungen zu verlangen.“ Der Bundesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen setzt sich daher für die Abschaffung dieser Praxis und die Rückkehr zum einfachen Attest ein.

Bundesverfassungsgericht stimmt LHG zu

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG), den Numerus Clausus für das Medizinstudium für teilweise verfassungswidrig zu erklären, bestärkt den Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) in seiner Forderung, das wenig zielführende Zulassungsverfahren zu reformieren.

Berlin, 20.12.2017. Bereits im Juni 2013 machte die Dachorganisation der Liberalen Hochschulgruppen auf die bestehende Problematik aufmerksam. Jetzt entschied das BverfG, dass der NC in seiner derzeitigen Form als verfassungswidrig einzustufen ist. Für den LHG-Bundesvorsitzenden Johannes Dallheimer ein wichtiges Signal: „Die Entscheidung ist natürlich Wasser auf unsere Mühlen. Jetzt sind Politik und Hochschulen gezwungen, das System endlich zu reformieren.“

Für den LHG ist es dringend notwendig, das derzeitige Zulassungssystem umfassend zu reformieren. Den Universitäten müsse mehr Autonomie zugestanden werden, die aktuell zuständige Stiftung für Hochschulzulassung solle demnach als Dienstleister agieren, indem sie im Auftrag der Hochschulen Zulassungsverfahren betreue. Das Abitur als alleiniges Zulassungskriterium habe endgültig ausgedient.

Für das reformierte Zulassungsverfahren erachtet der LHG unter anderem eine höhere Gewichtung einzelner Noten studienrelevanter Fächer als sinnvoll. Ebenso sollten berufsbezogene Erfahrungen und Qualifikationen sowie Ergebnisse eines Auswahlgespräches und eines Auswahltestes berücksichtigt werden. Orientierung könnte beispielsweise der HAM-Nat („Hamburger Naturwissenschaftstest“) bieten, der an der Berliner Charité Verwendung findet. Dallheimer abschließend: “Wichtig ist, dass wir mit dem neuen System zusätzliches Engagement und echten Einsatz für die Materie honorieren!“

LHG fordert Reform des Numerus Clausus-Systems

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) erneuert seine Forderung an Politik und Hochschulen, das wenig zielführende Zulassungsverfahren für zentral beschränkte Studiengänge zu reformieren.

Berlin, 05.10.2017. Bereits im Juni 2013 machte die Dachorganisation der Liberalen Hochschulgruppen auf die bestehende Problematik aufmerksam. Der Bundesvorsitzende des LHG, Johannes Dallheimer, erklärt dazu: „Es ist falsch, die Abiturnote als alleiniges Kriterium für eine Zulassung zu einem Studium der Human-,Veterinär- oder Zahnmedizin heranzuziehen. Beste Mediziner brauchen keine besten Abinoten. Denn ein Talent fürs auswendig lernen kann Empathie und Mitgefühl für Patienten nicht ersetzen. Ich würde mir wünschen, dass unser Bundesverfassungsgericht auf das gleiche Ergebnis kommt.”

Für den LHG ist es dringend notwendig, das derzeitige Zulassungssystem umfassend zu reformieren. Den Universitäten müsse mehr Autonomie zugestanden werden, die aktuell zuständige Stiftung für Hochschulzulassung solle demnach als Dienstleister agieren, indem sie im Auftrag der Hochschulen Zulassungsverfahren betreue.

Für das reformierte Zulassungsverfahren erachtet der LHG weiterhin eine höhere Gewichtung einzelner Noten studienrelevanter Fächer als sinnvoll. Ebenso sollten berufsbezogene Erfahrungen und Qualifikationen sowie Ergebnisse eines Auswahlgespräches und eines Auswahltestes berücksichtigt werden. Orientierung könnte beispielsweise der HAM-Nat („Hamburger Naturwissenschaftstest“) bieten, der an der Berliner Charité Verwendung findet. Dallheimer abschließend: “Wichtig ist, dass wir mit dem neuen System zusätzliches Engagement und echten Einsatz für die Materie honorieren!“

LHG gratuliert Freien Demokraten zum Wahlerfolg

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) freut sich über das historische Wahlergebnis der Freien Demokraten (FDP) und auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Zeichen der besten Bildung der Welt.

 

Berlin, 26.09.2017. Schon im Vorfeld der Bundestagswahl hatte der LHG dazu aufgerufen, für liberale Bildungspolitik wählen zu gehen. Mit 10,7% hat sich die FDP bravourös in den Bundestag zurückgekämpft. Für den LHG ein Anlass zur Freude. Doch der Bundesvorsitzende des LHG, Johannes Dallheimer, findet auch mahnende Worte: “Die Freien Demokraten sind in unseren Augen der Schlüssel zu weltbester Bildung. Dazu dürfen sich aber die Fehler von 2009 nicht wiederholen. Der 24.09. kann nur den Beginn unserer Arbeit markieren.”

Elternunabhängiges BAföG, nachgelagerte Studienbeiträge, das Deutschlandstipendium und umfassende Digitalisierung sind die Kernthemen, für die der LHG in den nächsten Jahren verstärkt eintreten will. Dazu wird der Verband unter anderem den neuen Abgeordneten der Fraktion konstruktiv begleitend und beratend zur Seite stehen.

Dallheimer abschließend: “Das Comeback der FDP ist für Deutschland wie ein Konjunkturprogramm. Das Hauptaugenmerk muss dabei in der nächsten Legislatur auf der Bildung liegen – nur diese sichert unseren Wohlstand langfristig! Als Verband verpflichten wir uns dieser Zielsetzung.“

LHG kritisiert Hochschulfinanzierungsdefizit

Der Bundesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen (LHG) bemängelt das von der OECD festgestellte flächendeckende Finanzierungsdefizit in der deutschen Hochschullandschaft und fordert Abhilfe.

Berlin, 20.09.2017. Die letze Woche veröffentlichen Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind für Deutschland alarmierend. Die deutschen Ausgaben seien im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich, lässt sich den Papieren der OECD entnehmen. Prof. Dr. Horst Hippler, Präsident der deutschen Hochschulrektorenkonferenz (HRK) folgert: „In die Bildung muss sehr viel mehr investiert werden, die Grundfinanzierung der Hochschulen muss endlich konsolidiert werden.“

Der LHG sieht ebenfalls mit Besorgnis auf die veröffentlichten Zahlen. Johannes Dallheimer, Bundesvorsitzender: „Jetzt haben wir endlich schwarz auf weiß, dass die Hochschul- und Bildungsfinanzierung bei uns ungenügend ist. Höchste Zeit, das zu ändern!“ Um dieses Defizit zu beheben, hält der LHG umfangreiche Bildungsinvestitionen genau wie die HRK für unumgänglich. Den Bildungsföderalismus hat der LHG als zentrales Übel ausgemacht, deshalb fordert der Verband die Aufhebung des Kooperationsverbotes.

Zusätzlich müssten die einzelnen Studierenden endlich in den Fokus der Finanzierung rücken – der LHG vertritt hier das „Geld folgt Studierenden“ (GeFoS) Modell. Nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel erhielten die Hochschulen für jeden immatrikulierten Studierenden einen vorher errechneten Betrag aus einem bundesweiten Topf, in den alle Bundesländer einzahlen. Damit würde der Konkurrenzkampf der Bundesländer untereinander endlich aufgehoben. Als zusätzliche Finanzierungsquelle sieht der LHG einkommensabhängige, nachgelagerte Studienbeiträge. „Richtig umgesetzt können unsere Vorschläge uns in die Top 5 der OECD-Länder führen, das muss unser Ziel sein“ schließt Dallheimer kämpferisch.

Liberale Hochschulpolitik stark im Kommen

Die Ergebnisse der sommerlichen Hochschulwahlen zeigen den deutlichen Aufwind des Bundesverbands Liberaler Hochschulgruppen (LHG) und des Liberalismus an sich.

Berlin, 30. 07. 2017. Mit dem Ende der Vorlesungszeit im Sommersemester zieht der Bundesvorstand des LHG ein erfreuliches Fazit aus den zurückliegenden studentischen Wahlen, die in diesem Semester an vielen Hochschulen stattfanden. Ihre besten Ergebnisse fuhren die Liberalen Hochschulgruppen dabei im Süden der Republik ein, in Passau (25,5%), Ulm (25,45%), Bayreuth (22,4%) und Konstanz (21%) entfielen jeweils mehr als ein Fünftel der abgegebenen Stimmen auf LHGs. Auch an den Hochschulen in Leipzig (18,8%), Regensburg (18%), Duisburg-Essen (17,8%), Münster (15,3%), Bamberg (14,9%) und Tübingen (14,8%) erzielten liberale Listen beachtliche Ergebnisse.

Johannes Dallheimer, Bundesvorsitzender des LHG, zeigt sich dementsprechend begeistert: “Diese Ergebnisse zeigen, dass ein liberaler Politikansatz wieder ungemein attraktiv ist. Für weltoffene, tolerante Hochschulen brauchen wir eine starke Mitte, das sehen die Studierenden offensichtlich ebenso!”

Der Bundesvorstand ist sich sicher, dass die Liberalen Hochschulgruppen vor Ort mit diesen ausgezeichneten Ergebnissen im Rücken ihre gute Arbeit fortsetzen und sich auch weiterhin energisch für die Belange der Studierenden einsetzen werden, wie es den LHG seit jeher jenseits jeglicher politischer Grabenkämpfe auszeichnet.


Meldungen des Landesverbands

Stellungnahme zum landesweiten Semesterticket

Es wird orakelt, dass an den Hochschulen in Baden-Württemberg schon bald eine Abstimmung zur Einführung eines landesweiten Semestertickets stattfinden soll.

Auf einer eigens dafür eingerichteten Facebookpage wird die frohe Botschaft verkündet, dass wir alle bald in Baden-Württemberg ganz mobil sein dürfen.

Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Was uns als tolle Kompromisslösung verkauft wird, ist auf den zweiten Blick wenig ansehnlich.

Aber zuerst zum vorgeschlagenen System – es sieht drei Stufen vor:

Stufe 1: Zu dem Solidarbeitrag, den jeder von uns zu Beginn jedes Semesters zahlt, sollen auf jeden Fall 71,75€ dazukommen. Das zahlt ihr dann unabhängig davon, ob ihr ein Semesterticket habt oder nicht. Dafür sollt ihr dann aber werktags ab 18 Uhr durchs Ländle düsen dürfen – mehr aber auch nicht!
Das bedeutet in Stufe 1:
Solidarbeitrag eurer Uni + erweiterter Solidarbeitrag 71,75 €

Stufe 2: Ihr bezahlt schon den Solidarbeitrag und den erweiterten Solidarbeitrag aus Stufe 1. Wenn ihr jetzt noch das lokale Semesterticket von dem Verkehrsverbund bei euch kauft, dürft ihr nun nicht mehr nur im Ländle ab 18 Uhr unterwegs sein, sondern auch zu jeder beliebigen Zeit in eurem Verbund.
Das bedeutet in Stufe 2:
Solidarbeitrag eurer Uni + 71,75€ + Kosten für das Ticket vor Ort

Stufe 3: Da ihr jetzt aber immer noch nicht im schönsten Bundesland der Republik rumfahren könnt wann und wie ihr wollt, gibt es die Stufe 3. Alles was ihr tun müsst, ist nochmal 198,25€ auf den Tisch zu legen – und los geht’s!
Das bedeutet in Stufe 3:
Solidarbeitrag + 71,75€ + Kosten für das Ticket vor Ort + 198,25€

Weder klingt es simpel, noch ist es das. Was als erstes ins Auge sticht, ist die Tatsache, dass der, der landesweit unterwegs sein will, pro Semester tief in die Tasche greifen muss. Die Ausgaben in Stufe 3 können sich abhängig von den Kosten des Semestertickets vor Ort auf über 400€ pro Semester belaufen. Da klingt es fair und vernünftig, dass die Kosten insgesamt über den Solidarbeitrag auf alle Studierenden in Baden-Württemberg verteilt werden sollen – dann wird’s nicht ganz so teuer, wenn man alles will.

Man muss sich dabei aber vor Augen führen, dass nach Angaben des Verkehrsministeriums nur knapp 90% der Studierenden überhaupt ein Semesterticket erwerben können. Davon wiederum erwerben tatsächlich nur etwa 60% ein solches Ticket bei ihren Verkehrsverbünden.
Im Umkehrschluss heißt das, dass 40% der Studierenden einen Beitrag für etwas zu leisten haben, das sie selbst gar nicht nutzen. Und das haben diese 40% zu zahlen, ob sie wollen oder nicht.
Die Frage, ob die etwas kleinere Hälfte der Studierenden die Trips der anderen Hälfte der Studierenden quer durchs Ländle und zurück finanzieren müssen soll, beantworten wir mit einem klaren Nein!
Die finanziellen Belastungen vieler Studierenden sind sowieso schon schwer genug. Für viele gehört der Job genauso zum Alltag wie der wiederkehrende Ärger mit der Bürokratie beim BAföG.
Eine finanzielle Mehrbelastung für die Mobilität Anderer ist hier fehl am Platz. Und dafür ist die freie Fahrt für alle unter der Woche ab 18 Uhr nur ein schwacher Trost.

Hinzu kommt noch, dass das landesweite Semesterticket für einen sehr großen Teil der Studierenden in Baden-Württemberg schlicht unattraktiv ist. Studiert man denn nicht zufällig im Herzen von Baden-Württemberg, wie in Tübingen oder Stuttgart, sondern in einer der vielen Grenzunis, wie Heidelberg oder Ulm, nützt einem die Mobilität im ganzen Bundesland nur wenig. Direkt an der Grenze ist Schluss. Für einen Ulmer Studierenden wäre die freie Fahrt nach Bayern wohl praktischer. Häufig werden Anschlusstickets in benachbarte Verbünde auch günstiger und interessengerechter sein als ein landesweites Ticket.

Neben Alledem muss man noch danach fragen, ob es ein solches landesweites Ticket überhaupt braucht. Fragen wir uns doch alle selbst, wie oft wir das Bedürfnis haben, durch Baden-Württemberg zu reisen. Wenn es z.B. fünf Mal pro Semester von Tübingen nach Stuttgart gehen soll, kann man die 71,75€ besser dafür investieren – jeder für sich, jeder wie er oder sie es braucht.

Der große Wurf wird mit dem jetzigen Modell nicht zu erreichen sein. Wenn sich hier etwas ändern soll, dann bitte umfassend und richtig. Einheitliche landesweite Semestertickets gibt es auch in anderen Bundesländern.

Lieber kein Ticket, als dieses Ticket! Bei der Urabstimmung zum Ticket ist die einzig richtige Antwort: Nein!

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Diesel weg. Parkplätze weg. Freiheit weg?

Diese Frage diskutierten Norbert Haug (Journalist, ehem. Motorsport-Chef von Mercedes-Benz), Jochen Haußmann (stellv. Fraktionsvorsitzender der FDP/DVP im Landtag von Baden-Württemberg, Sprecher für Verkehrspolitik), und Ulrich Begemann (Leiter New Technologies, Voith GmbH & Co. KGaA) gestern bei der gleichnamigen Veranstaltung der Reinhold-Maier-Stiftung in Kooperation mit der LHG Hohenheim.

Unsere Landesvorsitzende Kira Scholler war aktiv vor Ort, um für die LHG BW neue Impulse vor dem Hintergrund einer sich ändernden Umwelt- und Verkehrspolitik zu gewinnen.

#LHGBW #liberalehochschulgruppen #lhg

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Unsere Landesvorsitzende zu Besuch in Tübingen

Damit bei der LHG-Tour durchs Ländle die eigene Ortsgruppe nicht vergessen wird, hatte unsere Landesvorsitzende Kira Scholler gestern ein Heimspiel bei der LHG Tübingen

Zusammen mit unserem Landesschatzmeister Timothy Randall und dem Tübinger LHG-Team wurden Alternativen zum geplanten landesweiten Semesterticket (#howaboutno) sowie Vorhaben und Ideen für den Sommerwahlkampf zu den anstehenden Hochschulwahlen in Baden-Württemberg besprochen.

Zu Gast war neben vielen Interessentinnen und Interessenten auch der RCDS Tübingen, mit dem über einen gemeinsamen Austausch diskutiert wurde.

#LGHBW #LHGTUE #liberalehochschulgruppen #lhg

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