Programm
Erstellt am 04.04.2011 von Alexander Schopf
Die LHG kennt die Probleme des Hochschulsystems und setzt sich konstruktiv für dessen Verbesserung ein:
- Nachdem viele Studiengänge nach der Umstellung auf Bachelor/Master nicht mehr studierbar sind, da der Lernstoff des Diplomstudiengangs ohne erkennbare Änderungen in den Bachelor übernommen wurde und dieser Zustand zu einer Überlastung von Lehrenden und Studierenden gleichermaßen führte, fordert die LHG–BW die Aufhebung der Beschränkung der Studiendauer konsekutiver Studiengänge. Die Hochschulen sollen selbst über die Regelstudienzeit der von ihnen angebotenen Bachelor- und Master-Studiengänge entscheiden.
- Die LHG-BW fordert mehr Wahlmöglichkeiten für die freie Entwicklung von Studierenden durch die Abkehr von der momentan praktizierten Totalverschulung von Studiengängen. Studierende müssen wieder die Gelegenheit bekommen, um über den Tellerrand des eigenen Studiums zu blicken und die Selbständigkeit des einzelnen Studenten zu fördern oder die Zeit für nicht im Lehrplan stehende Praktika zu haben oder sich in Initiativen an der Hochschule zu engagieren.
- Auch kann die Beibehaltung von Diplom und Staatsexamina in einigen Bereichen sinnvoller sein, als die Umstellung auf Bachelor/Master. Die weitere Existenz von Diplomstudiengängen steht für die LHG-BW in keinem Widerspruch zum Bolognaprozess. Gerade die Frage der internationalen Anerkennung stellt sich hierbei nicht.
- Die Qualität der Lehre darf nicht zugunsten der Forschung reduziert werden. Wird aber die Lehre zu Gunsten der Forschung reduziert, führt dies zur Situation, dass immer mehr Vorlesungen, Übungen und Seminare nicht von Professoren, sondern von deren Assistenten gehalten werden. Die LHG-BW fordert daher die Stärkung der Lehre, wie bspw. durch das Ausloben von Preisen für herausragende Lehrleistungen.
- Wir fordern massive Veränderungen bei der Verwendung unserer Studiengebühren. Studiengebühren dürfen nicht für die Aufrechterhaltung des Regelbetriebs der Hochschulen verwendet werden: Studiengebühren müssen ein StudiumPlus bewirken!
- Wir fordern die Demokratisierung der studentischen Mitbestimmung an unseren Hochschulen durch die Einführung von Studentenparlamenten, damit demokratisch gewählte Vertreter die Studentenschaft repräsentieren und nicht die Rädelsführer eines linken Bildungsstreiks!
- Die LHG-BW fordert zur Verbesserung der Studienbedingungen die grundlegende Sanierung maroder Bausubstanz, welche nicht aus Studiengebühren finanziert werden darf.
Programmatische Beschlüsse:
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